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Der Feuerwehrmann wie auch die Feuerwehrfrau, ist bei vielen Kindern im Land immer noch der Traumberuf Nummer eins. Aber was es heißt, 24 Stunden im Feuerwehrhaus einsatzbereit zu sein, konnten jetzt 38 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren der Kinder- und Jugendfeuerwehren Mirow, Wesenberg, Priepert und Qualzow/Blankenförde vom 30.09. – 01.10.2017 heraus finden. Denn an diesem Wochenende fand in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte das Berufsfeuerwehrwochenende statt. Die Gelegenheit, einmal altersgerecht den Alltag in einer Berufsfeuerwehr hautnah miterleben zu können.

Pünktlich um neun Uhr am Samstagvormittag begann in den vier neuen “Berufsfeuerwehrwachen“ des Amtes der Dienstalltag der zukünftigen Brandbekämpfer/-innen mit der Aufgabenverteilung und Zuordnung auf die Einsatzfahrzeuge. Auf den Dienstplänen standen neben Ausbildungen auch die Mitarbeit bei den alltäglichen Aufgaben, wie dem Vorbereiten der Verpflegungen, die Sauberhaltung der Räumlichkeiten, sowie der Fahrzeuge nach den verschiedenen Einsätzen, die bewältigt werden mussten. Bei den zu absolvierenden Einsätzen ging es nicht wie im richtigen Leben um Schnelligkeit, sondern um die korrekte Abarbeitung der ihnen gestellten Aufgaben. Hierfür standen den Kindern und Jugendlichen aktive Kameraden und Kameradinnen aus den jeweiligen Einsatzabteilungen hilfreich zur Seite. Da alle Einsätze über ein Alarmierungsprogramm in der Feuerwehr Mirow und durch die Amtswehrführerin Anke Krüger, sowie über einen Ausbildungskanal im Digitalfunk-System kommuniziert wurden, erlernten die Nachwuchsbrandbekämpfer auch gleich den richtigen Umgang im Digitalfunk.

18 Einsätze wurden bravurös abgearbeitet
Bereits in der ersten Dienststunde gab es bei der “Berufsfeuerwehr-Jugend“ in der technischen Hilfeleistung allerhand zu tun. Zweimal hieß es: „Baum auf Straße“, in Mirow mussten nach einem Verkehrsunfall auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und in Wesenberg ein Kater aus einem Baum gerettet werden. Aber auch am Nachmittag waren die Dienstpläne mit Ausbildungen gut gefüllt und die Einsätze ließen nicht lange auf sich warten. Jetzt musste auch in Mirow eine verängstigte, aber zahme Katze aus einem Baum gerettet und zu zwei Feuern ausgerückt werden. Bei einem Einsatz handelte es sich sogar um einen Fehlalarm. In der Ortslage Priepert musste nach einem Verkehrsunfall mit einem Pkw eine verletzte Person versorgt, sowie auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen werden. Anschließend hatte sich auch hier eine Katze auf einem Baum verirrt und musste befreit werden. Am Abend rückte die BF dann noch einmal zu einem Feuerschein zur alten Schlosserei aus.

Mit 18 Mitgliedern die größte “Berufsfeuerwehr“ im Amt, Qualzow/Blankenförde, musste in Roggentin ebenfalls bei einem Verkehrsunfall mit einem Pkw eine verletzte Person retten und versorgen, sowie auslaufende Betriebsstoffe aufnehmen. Am Zeltplatz in Schillersdorf, galt es eine hilflose Person in einem Boot vom dortigen Leppinsee zu retten. Viel Arbeit auch in Wesenberg. Am Naturhafen wurde ein Feuer gemeldet, dass mittels Löschwasser aus der Woblitz bekämpft wurde. Dann auch auf dem „Großen Weißen See“ ein Wasserrettungseinsatz. Ein Kanufahrer war dort gekentert, konnte sich zwar an Land retten, musste aber mittels Erste Hilfe versorgt und betreut werden. Mit dem Schlauchboot wurde das leckgeschlagene Kanu geborgen und an Land gebracht. Am Abend galt es noch einen größeren Baum von der Straße zu räumen, der nach einer Absicherung der Einsatzstelle einfach mit Man-Power zur Seite gewuchtet wurde!

Selbst am Sonntag, in den letzten Dienststunden als Berufsfeuerwehrmann/-frau, wurden die Kinder und Jugendliche noch einmal gefordert. In Priepert hatte eine besorgte Frau die dortige Berufsfeuerwehr alarmiert, nachdem ihr zuckerkranker Mann von einer Pilzsuche nicht nach Hause kam. Durch im Wald zurückgelassene Kleidungsstücke, seinen Pkw und spätere Hilferufe, konnte der verletzte Mann gefunden und gerettet werden. Auf dem Parkplatz am Wesenberger Weißen See musste die ansässige BF einen brennenden Papiercontainer löschen. Ein großes Feuer auf einem Privatgrundstück in Blankenförde ließ auch hier die BF Qualzow/Blankenförde anrücken, die dann schnell eine Brandbekämpfung aufnahm und so auch hier mit Man-Power das Feuer löschte.

Zum krönenden Abschluss versammelten sich dann alle Teilnehmer auf dem Wesenberger Marktplatz zu einem gemeinsamen Fotoshooting. Amtswehrführerin Anke Krüger, wie auch Amtsjugendwartin Karina Zell, waren über die großartigen Leistungen aller Mädchen und Jungen sehr stolz und freuen sich über den zukünftigen Nachwuchs in den Einsatzabteilungen. Ein großes Dankeschön gilt auch den zahlreichen Betreuern und Helfern, ohne die dieses Wochenende nicht möglich gewesen wäre. Nach dem Mittagessen im Gerätehaus Wesenberg fand das Berufsfeuerwehrwochenende des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte seinen Abschluss.

Thomas Junge
FB Öffentlichkeitsarbeit KFV MSE

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