Feuerwehr wünscht sich mehr Interesse
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Am 03.11.2018, fand im Kulturhaus der Gemeinde Groß Miltzow, in Golm der Kreisjugendfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte statt. Von den 108 geladenen Delegierten aus den Jugendfeuerwehren waren lediglich 70 Delegierte anwesend. Als Gäste nahmen an der Veranstaltung neben Norbert Rieger, dem Verbandsvorsitzenden und Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische, auch sein Stellvertreter Wilfried Affeldt, die Bürgermeisterin der Gemeinde Groß Miltzow, Frau Jahnke und der Mitarbeiter der Brandschutzdienststelle in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Neuendorf, Dirk Thiel, teil.

Auf dieser Delegiertenversammlung wurde die neue Jugendordnung der Kreisjugendfeuerwehr Mecklenburgische Seenplatte mit einstimmigem Ergebnis beschlossen. Die Änderung wurde notwendig, da die bestehende Jugendordnung nicht mehr zeitgemäß war und auf die vorherrschende Struktur nicht anwendbar sei. Sie wurde an die neuste Fassung der Landesjugendordnung der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern angepasst. Bevor diese nun in Kraft tritt, muss der Beschluss über die Änderung der Jugendordnung, noch am 30.03.2019 auf der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte bestätigt werden.

Für ihr überdurchschnittliches Wirken und Engagement in und um den Zusammenhalt und die Unterstützung jüngerer Kameradinnen und Kameraden beim Einstieg in die Jugendfeuerwehr Malchow, erhielten die Jugendfeuerwehrkameraden Tom Pötter und Steven Reimann die Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg – Vorpommern.
Ein Kamerad der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg absolvierte auf dem Kreisjugendfeuerwehrtag einen der zahlreichen Aufgabenpunkte auf dem Weg zum Ablegen der Jugendflamme Stufe 3. Er präsentierte einen selbst erstellten Beitrag über die Ausbildungstätigkeit und die Jugendarbeit in der Jugendfeuerwehr Neubrandenburg.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dominik Tramp und sein Stellvertreter Philip Ahrndt begrüßten die als Delegierte angereisten Kinder und Jugendlichen, sowie deren Stadt- und Amtsjugendwarte. In seinem Jahresbericht bedankte sich der Kamerad Tramp, bei der Kreisjugendleitung, beim Kreisfeuerwehrverband Mecklenburgische Seenplatte und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, sowie beim Team der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises, für die gute Zusammenarbeit und die umfangreiche und problemlose Unterstützung. Ein besonderer Dank ging an die vielen Jugendfeuerwehrwarte/-innen und Betreuer/-innen, für ihre geleistete Arbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren des Kreises. In den 110 Jugendfeuerwehren und 37 Kindergruppen der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sind 1.417 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 18 Jahren organisiert. Die Jugendfeuerwehrwarte, ihre Betreuer und Helfer haben 2017 etwa 33.000 Stunden ihrer Freizeit für die Vor- und Nachbereitung, auf Versammlungen und Tagungen, sowie für ihre eigene Aus- und Fortbildung investiert/geopfert. Das Ganze im Ehrenamt, also unentgeltlich. Zum Vergleich, bei einer 40 Stunden Woche kommt eine Stundenzahl von 2088 Stunden pro Jahr zusammen. Höhepunkte in 2018 waren unter anderem der Kreis- und Landesausscheid der Jugendfeuerwehren auf dem Gelände des Jugend-, Schulungs- und Ausbildungszentrums FTZ Neuendorf, ebenso das traditionelle Kreiszeltlager des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte. In diesem Jahr verbrachten hier auch zum ersten Mal deutsche, polnische und rumänische Mädchen und Jungen eine gemeinsame Ferienwoche mit viel Spiel, Spaß und feuerwehrtechnischer Ausbildung. Selbst die Verständigung unter den Jugendlichen verlief einfallsreich und reibungslos. Auch die Fachbereiche Wettbewerbe, Öffentlichkeitsarbeit und das Kreisjugendforum zogen Bilanz über ihre Arbeit.

In Vorträgen und Präsentationen gaben die Jugendlichen, Amtsjugendwarte einen Einblick in die Arbeit der Kindergruppen und Jugendfeuerwehren in den Ämtern und amtsfreien Gemeinden und Städten. Es fanden zahllose und spannende Ausbildungen, Aktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden und Ämtern statt. Leider war auch negatives, wie etwa über die sinkenden Mitgliederzahlen in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren zu erfahren. Gründe hierfür seien vermehrt die Vielzahl der Angebote anderer Vereine wie auch die sogenannte “Null-Bock-Stimmung“ bei Kindern und Jugendlichen. Um eine Schließung der Kindergruppen und Jugendfeuerwehren zu umgehen, setzt man vielerorts auf eine gemeinsame Ausbildung mit benachbarten Feuerwehren. In Grapzow konnte sogar eine neue Kindergruppe in der Feuerwehr gegründet werden.

Stolz und dankbar über die geleistete Arbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren, zeigte sich auch Kreiswehrführer Norbert Rieger, „dies ist der Grundstein für die zukünftige Arbeit in den Feuerwehren“. Es erfreute ihn auch zu hören, dass sich Kindergruppen und Jugendfeuerwehren aufgrund des örtlich fehlenden Nachwuchses zusammentun und gemeinsame Wege in Ausbildungs- und Freizeitgestaltung gehen, „die Schließung wäre hier der falsche Weg“, so der Verbandsvorsitzende. Um ihre ehrenamtliche Arbeit besser nach außen zu präsentieren, soll auch die Öffentlichkeitsarbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren weiter ausgebaut werden. Weiterhin möchte sich Norbert Rieger im “Projekt Zukunft“ um den Ausbau der Nachwuchs- und Jugendarbeit, wie auch der Brandschutzerziehung einsetzen.
Ihre Begeisterung über die Arbeit in den Kindergruppen und Jugendfeuerwehren sprachen auch die Bürgermeisterin Frau Jahnke und Dirk Thiel aus. Die feuerwehrtechnische Zentrale in Neuendorf wird auch weiterhin sehr gerne die Kinder- und Jugendarbeit unterstützen, hob Dirk Thiel hervor.

In einem Interview zur Entstehung des mittlerweile 26jährigen Kreiszeltlagers des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte, stand Lagerleiter der ersten Stunde, Kamerad Holger Kohl, der Kreisjugendsprecherin Melanie Christin Gängler Rede und Antwort. Der damals 29jährige Amtswehrführer, übernahm als einer der Ersten die Leitung des Zeltlagers und ist bis heute noch Lagerleiter einer von sechs Ferienwochen, an der seit Jahren auch Jugendliche aus dem polnischen Partnerlandkreis Bialogard teilnehmen. In den vergangenen Jahren hat sich vieles zum positiven entwickelt. Das Gelände des Jugend-, Schulungs- und Ausbildungszentrums wurde weiter ausgebaut. Es entstand ein neues Sanitärgebäude und die Aufstellflächen für die Zelte wurden befestigt. Auch die Zusammenarbeit unter den Kindern und Jugendlichen sei hervorragend. Probleme sieht Holger Kohl aber in der Weiterführung der Lagerleitung, hier müssen für die Zukunft unbedingt neue und engagierte junge Feuerwehrmänner /-frauen gefunden werden.

Die Kreisjugendleitung der Kreisjugendfeuerwehr Mecklenburgische Seenplatte bedankt sich bei der Gemeinde Golm, für die Nutzung ihres Kulturhauses, dem Versorgungszug der Johanniter Unfallhilfe Mildenitz, sowie bei allen Delegierten für ihre Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehrtag.

Thomas Junge
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kreisjugendfeuerwehr MSE

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