Jugendfeuerwehr und Löschfüchse zu Besuch in einer Rettungswache
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Zum Übungsdienst am 17.11.2019 hatte die Jugendfeuerwehr Kratzeburg ganz besondere Gäste. Sie führten eine gemeinsame Ausbildung mit der Rettungshundestaffel (RHS) des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte aus Neustrelitz durch.

 

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, welche 14 Mitglieder zählt, konnten sich mit den Aufgaben der RHS vertraut machen und praktisch miterleben, wie sie arbeitet bzw. eingesetzt wird.

 

Derweil es bei der Feuerwehr sehr schnell zum Einsatzort geht, wird bei der Rettungshundestaffel der Einsatzablauf auf Grund der Unterstützung der Vierbeiner in Ruhe vorbereitet.

 

Am Übungstag wurden mehrere Szenarien durchgespielt. Es wurde eine Einsatzleitung in Granzin auf dem Sportplatz eingerichtet.

 

Aus der Jugendgruppe wurde zuerst Lucas als  vermisst gemeldet. Bevor ein Hundeführer mit seinem Hund in die Suche gehen kann, erfolgt eine Lagebesprechung. Ein Suchtrupp wurde zusammengestellt. Der Hundeführer schickte seinen Hund „ Hutch“ ( Old English Bulldogge) mittels Geruchsvorhalt (einem Kleidungsstück)  des Vermissten in die Suche. Diese Art der Suche wird Mantrail genannt. Zur Unterstützung des Suchteams begleiteten Helfer aus den Reihen der Jugendfeuerwehr die Suche. Neben der Nasenarbeit des Hundes konnten sie sich auch die weiteren Aufgaben in einer Suche, wie die Dokumentation, Orientierung im Gelände und die medizinische Versorgung eines Verletzen anschauen.

 

Wohlbehalten wurde Lucas im Ort durch die Spürnase „ Hutch“ und seine Helfer ca. 400 m vom Sportplatz entfernt in Granzin aufgefunden.

 

Zwischendurch wurde den Jugendfeuerwehrmitgliedern erklärt, wie vielfältig die Arbeit mit den Hunden ist und welche Rassen vertreten sind. Sie konnten auch den richtigen Umgang mit Hunden erleben und die Hunde genossen die Streicheleinheiten.

 

Ein weiterer Einsatzauftrag wurde durch die Einsatzleitung an die Hundeführer und deren Teams  gegeben.  Jetzt galt es vermisste Personen im Wald zu suchen. Zur Orientierung erhielten die Suchteams ein eingegrenztes Suchgebiet auf GPS Geräten.

Zwei Suchteams mit Hundefüherinnen  um  Mischlingshündin „Amy“  und Border Collie Hündin „ Kelly“ sowie  unterstützende Helfer aus der RHS und der Jugendfeuerwehr wurden gebildet und begannen die Flächensuche. Vermisst waren 4 Kinder.

 

Nachdem alle Vermissten wohlbehalten gefunden wurden,  konnte der Einsatz beendet werden.

Damit keiner hungrig oder geschwächt seine Aufgaben erledigen musste, gab es Bratwurst vom Grill, Soljanka, Kuchen und Heißgetränke – ein Versorgungstrupp der besonderen Art, bestehend aus Eltern und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr.

 

Für alle Beteiligten,ob Zwei- oder Vierbeiner, war es ein aufregender Tag, der für jeden etwas geboten hat. Seien es neue Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften oder die Teamarbeit in einer Gruppe. Jugendwartin Katja Hagen bedankte sich für die tolle Zusammenarbeit bei der RHS. Die Voraussetzungen für diesen Übungsdienst waren in Granzin ideal. Die Rettungshundestaffel des Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte aus Neustrelitz hat 22 Mitglieder und 19 Hunde in Ausbildung. Im Jahr 2019 erfolgten bereits 41 Alarmierungen zur Suche von Vermissten.

 

Birgit Schmidt

Pressewartin KFV MSE

 

 

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